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Neue Carolabrücke: Stand & Termine.
Der Dresdner Stadtrat hat am 3. September 2026 mit 39 zu 31 Stimmen das Planungsteam von CAROLA 3.0 mit der weiteren Planung beauftragt. Was jetzt kommt: Planungsstufe 2, genehmigungsreifer Entwurf 2027, Ausschreibung, Baubeginn Mai 2028 – kompakt und mit allen Terminen.
Zuletzt aktualisiert: 7. September 2026
Der Zeitplan
Teileinsturz der Carolabrücke
Ein Teil der Brücke stürzt in die Elbe. Das Bauwerk von 1971 wird anschließend abgebrochen – Dresden braucht eine neue Elbquerung.
Grundsatzbeschluss des Stadtrats
Wiederaufbau als Ersatzneubau, Verfahren der Mehrfachbeauftragung (Vorlage V0339/25). Vier Planungsbüros planen parallel.
Vier Entwürfe eingereicht
Ergebnis der Vorplanung. Noch am selben Tag veröffentlicht die Stadt alle Visualisierungen – darunter CAROLA 3.0 von FHECOR und TSSB architekten.
Fachliche Rangfolge
Das Expertengremium unter Prof. Steffen Marx (TU Dresden) empfiehlt einstimmig eine Rangfolge – CAROLA 3.0 auf Rang 2. Die Empfehlung war ausdrücklich nicht bindend. Wie das Verfahren lief →
Bürgerbefragung carolaVOTE
Fünf Wochen lang konnten Dresdnerinnen und Dresdner die vier Entwürfe bewerten. Am Ende zählte die Stadt 25.887 Teilnehmende.
Bürgervotum: CAROLA 3.0 auf Platz 1
Die Stadt stellt die Ergebnisse vor: 38 % der 25.887 Teilnehmenden setzen CAROLA 3.0 auf Platz 1 – vor LAP/Knight (32 %), GRASSL/gmp (23 %) und Schüßler-Plan/DKFS (7 %). Baubürgermeister Kühn spricht von einem „klaren Votum". Alle Zahlen →
Begleitgremium empfiehlt LAP – 14 zu 12
Das Gremium beschließt seine Empfehlung für den Stadtrat: 14 Stimmen für LAP und Knight Architects, zwölf für FHECOR und TSSB. Wie schon das Expertengremium sieht es CAROLA 3.0 auf Rang 2; auf den Rängen 3 und 4 weichen die beiden Gremien voneinander ab. Nicht bindend. Zur Meldung →
Sondersitzungen
Zur Vorberatung angesetzt waren am 1. September (17:30 Uhr) die gemeinsame Sondersitzung der Stadtbezirksbeiräte Altstadt und Neustadt im Stadtforum und am 2. September die Sondersitzung des Bauausschusses.
Stadtrat beauftragt FHECOR und TSSB – 39 zu 31
In seiner 24. Sitzung im Neuen Rathaus hat der Stadtrat mit 39 Ja- zu 31 Nein-Stimmen, ohne Enthaltungen, das Planungsteam FHECOR und TSSB architekten mit der weiteren Planung beauftragt – im Einklang mit dem Bürgervotum und gegen die Empfehlung des Begleitgremiums. An beides war er nicht gebunden. Zur Meldung →
Beauftragung Planungsstufe 2
Noch im September sollen FHECOR und TSSB architekten mit den nächsten Planungsleistungen beauftragt werden. Zunächst wird die in der Mehrfachbeauftragung begonnene Vorplanung abgeschlossen – dieser Planungsschritt macht laut Stadt rund ein Viertel der gesamten Planungsleistung aus.
Genehmigungsreifer Entwurf
Die Planung wird konkretisiert, erforderliche Anpassungen werden eingearbeitet. Im Frühjahr 2027 stellt das Team das Ergebnis dem Begleitgremium vor.
Ausschreibung der Bauleistungen
Vorgesehen für Anfang Oktober 2027.
Baubeginn
Nach derzeitiger Planung der Landeshauptstadt Dresden.
Termine nach dem Stand der öffentlichen Planung; Änderungen durch die Stadt Dresden möglich. Stand 7. September 2026. Offizielle Angaben auf der Projektseite der Stadt Dresden.
Worum es geht
Nach dem Teileinsturz 2024 wird die Carolabrücke neu gebaut – als dritte Generation nach der historischen Bogenbrücke (1895) und der Spannbetonbrücke (1971). Vier Teams waren angetreten; nach Bürgerbefragung und fachlicher Prüfung hat der Stadtrat am 3. September 2026 entschieden, welches Team weiterplant.
CAROLA 3.0 von FHECOR und TSSB architekten ist der Entwurf, den der Stadtrat am 3. September 2026 ausgewählt hat: klassische Bögen in neuer Leichtigkeit, mit zehn Stadtbalkonen, der schmalsten Breite (32,5 m) und Auf- und Abfahrten, die beide Elbufer erreichen. Zum Vergleich der vier Entwürfe →
Wann wird gebaut? Wann ist die Brücke fertig?
Baubeginn ist nach derzeitiger Planung der Stadt für Mai 2028 vorgesehen. Davor wird geplant: Ende September 2026 soll das Team mit der Planungsstufe 2 beauftragt werden, Anfang 2027 soll der genehmigungsreife Entwurf vorliegen und im Frühjahr 2027 dem Begleitgremium vorgestellt werden. Die Ausschreibung der Bauleistungen ist für Anfang Oktober 2027 vorgesehen.
Fertigstellung: Eine neue Angabe gibt es seit dem Beschluss nicht. Die Stadt hatte in einer Pressemitteilung vom August 2025 das Jahr 2031 genannt; ob dieser Stand gilt, hat sie seit dem 3. September 2026 weder bestätigt noch korrigiert. Kosten: Laut MDR.de (Stand 4. September 2026) bezifferte Baubürgermeister Stephan Kühn die Kosten des Neubaus auf rund 140 Millionen Euro; die Stadt nennt in ihrer Pressemitteilung vom 3. September 2026 keine Summe und verweist auf die Kostenplanung in der Entwurfsplanung. September 2026 keine Summe und verweist auf die Kostenplanung in der Entwurfsplanung. Zum MDR-Beitrag →
Sachstand Vergabe: Ein unterlegener Bieter hat angekündigt, die Vergabekammer des Freistaats Sachsen anzurufen (Freie Presse, 4. September 2026). Ob und wie sich ein solches Verfahren auf den Zeitplan auswirken würde, ist derzeit nicht abzusehen; eine Stellungnahme der Stadt dazu liegt bislang nicht vor. Zum Sachstand →
Wie entschieden wurde
Zwei Gremien haben beraten, der Stadtrat hat beschlossen. Wer welche Rolle hatte.