CAROLA 3.0

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Verfahren und Stand

Die Entscheidung.

Vier Planungsteams, ein Bürgervotum, zwei Gremien – und ein Stadtratsbeschluss am 3. September 2026: 39 zu 31 Stimmen für CAROLA 3.0. Hier steht, wer wann worüber entschieden hat.

Zur Meldung: Der Stadtrat entscheidet sich für CAROLA 3.0 →

Der Stand in vier Sätzen

  1. Vier Planungsteams haben im Mai 2026 Entwürfe für die neue Carolabrücke eingereicht.
  2. In der Bürgerbefragung carolaVOTE kam CAROLA 3.0 auf Platz 1 – 38 % von 25.887 Stimmen.
  3. Die beiden Gremien sahen den Entwurf auf Rang 2; im Begleitgremium war es mit 12 von 26 Stimmen denkbar knapp.
  4. Entschieden hat der Stadtrat am 3. September 2026 – an keine dieser Stimmen gebunden: 39 zu 31 für CAROLA 3.0, im Einklang mit dem Bürgervotum und entgegen der Empfehlung des Begleitgremiums.

Die Sitzung des Begleitgremiums im Detail →

Worüber der Stadtrat abgestimmt hat – und worüber nicht

Beschlossen wurde am 3. September 2026 die Weiterbeauftragung eines Planungsteams, nicht die fertige Brücke. Grundlage war die Vorlage V0339/25, mit der der Stadtrat am 19. Juni 2025 den Wiederaufbau als Ersatzneubau im Verfahren der Mehrfachbeauftragung beschlossen hatte. Das Ergebnis: 39 Ja-, 31 Nein-Stimmen, keine Enthaltungen für FHECOR und TSSB architekten – im Einklang mit dem Bürgervotum und entgegen der Empfehlung des Begleitgremiums, das mit 14 zu 12 Stimmen LAP/Knight empfohlen hatte.

Wurde entschieden

Welches der vier Planungsteams weiterplant – und damit, welcher Entwurf die Grundlage bildet: FHECOR und TSSB architekten mit CAROLA 3.0.

Wurde nicht entschieden

Die endgültige Gestalt der Brücke. Ob vier oder zwei Fahrspuren, wie die Straßenbahn liegt, wie die Ufer angebunden werden – das wird in der anschließenden Planungsstufe 2 festgelegt.

Die drei Stimmen im Vergleich

PlanungsteamBürgerbefragung
7. Aug.
Expertengremium
10. Juni
Begleitgremium
18. Aug.
FHECOR · TSSB (CAROLA 3.0)38 % – Platz 1Rang 2Rang 2 (12 Stimmen)
LAP · Knight Architects32 %Rang 1Rang 1 (14 Stimmen)
GRASSL · gmp23 %Rang 4Rang 3
Schüßler-Plan · DKFS7 %Rang 3Rang 4

Bürgerbefragung carolaVOTE: 25.887 Teilnehmende. Der Stadtrat entschied am 3. September 2026 mit 39 zu 31 Stimmen für FHECOR und TSSB – im Einklang mit dem Bürgervotum, entgegen der Empfehlung des Begleitgremiums. Die Empfehlung des Begleitgremiums im Detail →

Die zwei Gremien – und warum sie oft verwechselt werden

fachlich

Expertengremium

Rein fachliches Gremium aus Architektur und Bauingenieurwesen, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, Professor für Massivbau an der TU Dresden. Bewertete die Entwürfe und empfahl am 10. Juni 2026 einstimmig eine Rangfolge.

Der Vorsitzende wies der Empfehlung ausdrücklich orientierenden, nicht entscheidenden Charakter zu.

politisch

Begleitgremium

26 Personen. Oberbürgermeister, Baubeigeordneter, je ein Vertreter der neun Stadtratsfraktionen sowie Vertreter von Staatsministerium, IHK, Ingenieurkammer, Architektenkammer, Handwerkskammer, Handelsverband, ADAC, ADFC, VCD, Behindertenverbänden, BUND, NABU, Heimatschutz, Gesellschaft Historischer Neumarkt und IG Automobil.

Es erarbeitete die Beschlussempfehlung an den Stadtrat – auf Grundlage der Expertenbewertung und des Bürgervotums. Am 18. August 2026 sprach es sich mit 14 zu 12 Stimmen für LAP und Knight Architects aus. Der Stadtrat folgte dieser Empfehlung am 3. September 2026 nicht. Zur Meldung →

Die Ausgangslage im Stadtrat vor der Abstimmung

Rückblick: So stellte sich die Lage nach öffentlich belegten Positionen am 26. August 2026 dar, gut eine Woche vor der Abstimmung. Das Ergebnis am 3. September 2026: 39 Ja-, 31 Nein-Stimmen, keine Enthaltungen.

Mehrheit 36
  • 33 Sitze mit erklärter Nähe zu CAROLA 3.0
  • 16 zur Gremien-Empfehlung (LAP/Knight)
  • 21 offen

Stand vor der Abstimmung, 26. August 2026, nur öffentlich belegte Positionen; Fraktionsbeschlüsse banden einzelne Stadträte nicht. Welche Fraktion sich wie geäußert hatte, steht mit Belegen in der datierten Meldung: Wo die Fraktionen standen →

Quellen: Landeshauptstadt Dresden, Pressemitteilungen vom 21. Mai 2026, 10. Juni 2026 und 18. Dezember 2025; Ratsinformationssystem, Vorlage V0339/25. Abstimmungsergebnis vom 3. September 2026 nach t-online und MDR; die Niederschrift der Sitzung im Ratsinformationssystem ist noch nicht veröffentlicht.

Der Weg zur Entscheidung

  • Empfehlung des Begleitgremiums

    14 zu 12 Stimmen für LAP und Knight Architects. Zugleich letzter Tag der Ausstellung im Stadtforum.

  • Sondersitzung der Stadtbezirksbeiräte

    Gemeinsame Sitzung Altstadt und Neustadt im Stadtforum – Vorberatung vor der Ratssitzung.

  • Sondersitzung des Bauausschusses

    Fachliche Vorberatung vor der Ratssitzung.

  • 24. Sitzung des Stadtrates: Beschluss für CAROLA 3.0

    Neues Rathaus, Plenarsaal. Vorgelegt wurden die Einschätzung des Expertengremiums, die Ergebnisse von carolaVOTE und die Empfehlung des Begleitgremiums. Ergebnis: 39 Ja-, 31 Nein-Stimmen, keine Enthaltungen für das Planungsteam FHECOR und TSSB architekten. Zur Meldung →

  • Genehmigungsreifer Entwurf

    Vorstellung im Begleitgremium im Frühjahr 2027.

  • Vorgesehener Baubeginn

    Ausschreibung der Bauleistungen ab Oktober 2027.

Termine nach Angaben der Landeshauptstadt Dresden vom 19. August 2026, Abstimmungsergebnis nach Presseberichten (t-online, MDR). Stand: 7. September 2026. Der vollständige Zeitplan →

Häufige Fragen

Ist die Entscheidung endgültig?Für die Wahl des Planungsteams ja: Der Stadtrat hat am 3. September 2026 entschieden. Die Ausgestaltung der Brücke wird danach weiter geplant und in Teilen erneut dem Stadtrat vorgelegt. Sachstand: Ein unterlegener Bieter hat angekündigt, die Vergabekammer anzurufen (Freie Presse, 4. September 2026). Zur Meldung →
Musste der Stadtrat dem Bürgervotum folgen?Nein. Die Bürgerbefragung war als Stimmungsbild angelegt, nicht als Bürgerentscheid. Die Entscheidung fiel am 3. September 2026 im Einklang mit dem Bürgervotum – und entgegen der Empfehlung des Begleitgremiums (14 zu 12 für LAP/Knight).
Kann die Brücke noch schmaler werden?Bei CAROLA 3.0 bleibt die Gesamtbreite in allen vier durchgezeichneten Querschnitten bei 32,50 m. Was sich ändern kann, ist die Aufteilung darauf. Zu den Querschnitten →
Wie kommt man an die Elbwiesen?Die Anbindung beider Ufer ist Teil des Entwurfs und wird in der weiteren Planung konkretisiert. Zur Anbindung →
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Wie wird die Brücke aussehen?

Bögen, Breite, Stadtbalkone, Anbindung – der ausgewählte Entwurf in sieben Themen.